Skitour, Langlauf und Wandern bei Ruhpolding
mit Isabella + Werner Grill
vom 20.02.25 - 23.02.25
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1. Tag: Skitour light – oder: Wenn Schnee Mangelware ist
Scheibelsberg (1465m) Talort: Winklmoosalm
Wir starteten früh, voller Tatendrang und mit Tourenski im Gepäck. Ziel: das Dürnbachhorn. Realität: eine Schneedecke so dünn wie die Geduld eines Skilehrers am Kinderlift.
Am Seegatterlparkplatz war schnell klar: Wer hier losgeht, trägt die Ski länger als er sie fährt. Also Planänderung – Gondelticket zur Winklmoosalm. Die Bahn brachte uns hoch, und siehe da: Auf der Piste lag tatsächlich etwas, das entfernt an Schnee erinnerte. Nicht viel, aber immerhin mehr als unten. Aber Richtung Dürnbachhorn keine Chance, auf dessen Südhang war schon der Frühling eingekehrt.
Also Ski angeschnallt und los. Entlang des Rossalmlifts stapften wir bergauf, stets in der Gefahr, von einem Skianfänger als unfreiwillige Slalomstange missbraucht zu werden. Dann eine steilere Passage, ein letzter Anstieg – und schon standen wir am Gipfelkreuz des Scheibelsbergs. Die letzten 20 Höhenmeter fühlten sich fast nach „echter“ Skitour an. Fast.
Von dort ging’s noch Richtung Steinplatte, kurz auf eine Zwischenanhöhe, bevor wir gemütlich über die Möseralm zurück zur Winklmoosalm gleiten konnten. Carven? Vergiss es. Die Rossalmpiste ist zu flach und zu voll – da bleibt höchstens Platz für kontrolliertes Geradeausfahren.
Um unser Ticket maximal auszureizen, nahmen wir die Lifte noch einmal rauf, rutschten wieder runter und landeten schließlich an der Sonnenalm. Brotzeit statt Einkehrschwung – denn wo kein Schwung, da auch kein Einkehrschwung.
Zum Abschluss: Gondel zurück ins Tal, Auto nach Ruhpolding, Zimmer im Hotel Post bezogen, ein bis zwei Runden Sauna, und schließlich ein Abendessen im Festsaal, das den Tag würdig abrundete.






2. Tag: : Eistanz und Alpenblicke
Skaten auf der 3-Seen Loipe; Wandertour rund um den Zeller Berg
Auf der Rückfahrt vom Seegatterl nach Ruhpolding erspähten wir am Tag vorher bei den drei Seen, dass die Loipe noch halbwegs fahrbar aussah. Also beschlossen wir nach dem Frühstück: „Auf geht’s, die Bretter müssen rutschen!“ – und machten uns auf zur 12‑Kilometer-Runde.
Die ersten 100 Meter waren allerdings eher ein Eistanz als Langlauf. Kurz vor der Straßenüberquerung zeigte mir das Terrain, wer hier der Chef ist: Beim Abschnallen der Ski rutschte ich weg und landete mit der Hüfte so unsanft auf dem Eis, dass ich kurz dachte, Ersatzteile wären jetzt dringend nötig. Der Schmerz war ordentlich, aber nachdem ich wieder halbwegs stand, meinte ich nur: „Na gut, dem Sensenmann gerade noch ein Schnippchen geschlagen – weiter geht’s.“
Und tatsächlich: Abgesehen von der lädierten Hüfte und ein paar weiteren Eisplatten wurde es eine richtig schöne Runde auf der Drei-Seen-Loipe. Sie gilt nicht umsonst als eine der schönsten und schneesichersten Strecken im Chiemgau – idyllisch wie „Klein-Kanada“, mit verschneiten Wäldern (waren bei uns eher grün) und den drei glitzernden Seen Förchensee, Lödensee und Mittersee.
Nach der sportlichen Vormittagsrunde tauschten wir Ski gegen Wanderstiefel. Von Ruhpolding ging es zur Weißen Traun, dann steil hinauf zum Bojernhof und weiter über einen traumhaft einfachen Wanderweg zur Rabenmoosalm. Meine Hüfte meldete sich zwar regelmäßig zu Wort, aber das fast sommerliche Februarwetter wirkte wie ein Schmerzmittel auf natürlicher Basis.
Im großen Bogen um den Zeller Berg erreichten wir schließlich die „Wittelsbacher Höhe“ – ein Aussichtspunkt mit Postkartenblick über Ruhpolding und die Chiemgauer Berge. Danach folgte der steile Abstieg zur Brandler Alm, wo wir uns eine wohlverdiente Brotzeit auf der Sonnenterrasse gönnten.
Zurück in Ruhpolding hieß es: ab ins Hotelzimmer und direkt in die Sauna – die Hüfte dankte es. Am Abend ließen wir den Tag bei „Made in Italy“ ausklingen, mit Pizza, die nicht nur gut, sondern auch erfreulich günstig war.
So endete ein Tag, der zwar schmerzhaft begann, aber mit viel Natur, Sonne und Pizza doch ziemlich großartig wurde.



3. Tag: : Rutschpartie, Brotzeit und Wellnessfinale
Wanderung auf den Untersberg
Skitour? Fehlanzeige. Bei den Schneeverhältnissen war heute wieder Wandern angesagt. Also beschlossen wir, den Unternberg, den Hausberg der Ruhpoldinger, zu Fuß in Angriff zu nehmen. Ganz bequem wollten wir es aber nicht haben und starteten deshalb vom Parkplatz Bärngschwendt an der kleinen Skipiste, statt bis zur Sesselbahn hochzufahren.
Anfangs fühlte sich der Weg noch wie eine Wanderautobahn an – breit, fest und einfach. Doch je höher wir kamen, desto mehr verwandelte sich die Strecke in eine Eisbahn. Kurz vor der Unternbergalm mussten wir kapitulieren: Ohne Grödel war das Ganze mehr Rutschpartie als Wanderung, und meine Hüfte meldete sich auf dem glatten Untergrund ohnehin schon deutlich zu Wort.
Also Plan B: zurück zur Talstation und rüber zum Berggasthaus Weingarten. Dort gab’s ein Mittagessen, das die Mühen sofort vergessen ließ. Danach ging es ins Vita Alpina Erlebnis- und Wellenbad, wo wir uns in der Saunalandschaft (von finnisch bis Bio) wieder auf Betriebstemperatur brachten – mit Alpenblick inklusive.
Den krönenden Abschluss bildete ein Abendessen im integrierten Restaurant „Die Welle“. Gut gegessen, gut entspannt zurück ins Hotel.
4. Tag: : Thermalwasser statt Tiefschnee
Heimweg über Bad Endorf und der Chiemgau Therme
Nach dem Frühstück machten wir uns auf die Heimreise, aber einen Zwischenstopp hatten wir eingeplant.
So fuhren wir über Bad Endorf, wo wir uns noch ein bisschen in der Chiemgau Therme entspannen wollten.
Die Chiemgau Thermen sind ein Rundum-Erlebnis aus Thermalbad, Sauna und Wellness. Sie verbinden medizinische Heilwirkung mit moderner Freizeitgestaltung und bieten eine perfekte Mischung aus Erholung, Gesundheit und Genuss.
Nach einem schmackhaften Mittagessen im Restaurant der Therme setzten wir unsere Heimreise fort.
Wir hatten zwar wenig bis fast gar keinen Schnee um richtige Skitouren gehen zu können aber mit unserer Flexibilität und dem bayerischen „ja mei“ haben wir doch recht schöne 4 – Tage im Chiemgau verbracht.
Fazit der vier Tage im Chiemgau
Auch wenn Frau Holle in diesem Februar eher Urlaub machte und die Skitourenpläne schnell im Tauwetter verpufften, haben wir das Beste daraus gemacht. Statt Pulverschnee gab es eben „Skitour light“, statt Tiefschnee eher Eistanz und Rutschpartien – und trotzdem jede Menge Natur, Bewegung und Genuss.
Die Mischung aus spontanen Planänderungen, sonnigen Wanderungen, schmerzhaften Hüft-Erinnerungen und wohltuenden Saunagängen zeigte: Flexibilität ist die beste Ausrüstung. Mit einem kräftigen „ja mei“ im Gepäck wurden die vier Tage zu einem gelungenen Kurzurlaub, bei dem Thermalwasser, Brotzeit und Alpenblicke den fehlenden Schnee locker wettmachten.
Kurz gesagt: Wenig Winter, viel Erlebnis – und am Ende ein Chiemgau-Aufenthalt, der trotz aller Umstände richtig schön war.
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Dankeschön!
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Betreff: "Ruhpolding" an meine e-mail Adresse schreiben: wgrill@web.de.
