Skitouren und etwas Langlauf im Pongau

mit Isabella + Werner Grill

vom 26.01.26 - 29.01.26

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1. Tag: Expeditions-Start mit Gaismist und kaiserlichen Schanzen

 Anreise, etwas Langlauf und ein Spaziergang


Am Montag, den 26.01.26, packten wir unseren Kofferraum so voll, als wollten wir eine Expedition ins Hochgebirge starten: 2 Paar Tourenski, dazu das übliche Lawinen‑Besteck — LVS, Schaufel, Sonde — eben alles, was man hofft nie zu brauchen, aber trotzdem brav mitschleppt. Und weil wir uns nicht entscheiden konnten, ob wir eher elegant gleiten oder sportlich schnaufen wollen, kamen natürlich auch noch 2 Paar Skating‑Ski dazu. Der Kofferraum war begeistert.

Ganz entspannt rollten wir um 10 Uhr Richtung Bischofshofen los. Die Fahrt verlief völlig problemlos, nur unterbrochen von einer kleinen Kaffeepause in Burghausen — schließlich muss man Prioritäten setzen.

Im Hotel Harry’s Home lief der Check‑in so reibungslos, dass wir fast misstrauisch wurden. Koffer aufs Zimmer, ab zur Gaisfeldloipe beim Friedhof und rein in die Skating‑Spur- Positiv: Freies Parken. Negativ: Die Loipe sah aus, als hätte sie ein schwerer Winter depressiv gemacht. Die Skating‑Spur ging noch halbwegs, aber der Rest war… sagen wir: „charaktervoll“.

Immerhin: Alles, was da braun aus der Spur lugte, war kein Stein und keine Erde, sondern — nomen est omen — Gaismist. Ein Segen für die Ski, weniger für die Nase.

Nach 3 km war für mich Schluss. Die Spur war so weich, dass jeder Schritt wie ein moralischer Test wirkte. Isabella hingegen drehte noch eine Ehrenrunde, bevor wir uns umgezogen zur Sprungschanze aufmachten. Und ja: Das Ding ist riesig. Man versteht plötzlich, warum Skispringer so dünn sind — jedes zusätzliche Kilo wäre da oben ein Risiko.

Weiter ging’s zum Gaisbachwasserfall, wo wir den vereisten Fall fotografierten, die Sage vom Teufelsgeiger lasen und dann gemütlich zurück zum Auto spazierten.

Frisch gemacht fürs Abendessen standen wir vor dem klassischen Montagabend‑Problem: Ganz Bischofshofen schien Ruhetag zu haben. Aber wir fanden schließlich den Schützenhof — bodenständig, gemütlich, hervorragende Küche. Genau das Richtige, um den ersten Tag angenehm ausklingen zu lassen.

2. Tag: : Skitour zum Hochkeil: 1200 Höhenmeter Panorama-Glück im Angesicht des Hochkönigs

  Einsame Pfade und grandioses Panorama: Die Skitour von Bischofshofen zum Hochkeil


Am Dienstag, starteten wir mit einem heldenhaft frühen Frühstück in den Tag – schließlich wollten wir ja spätestens um 8:00 Uhr auf Skitour zum Hochkeil aufbrechen. Also wieder rauf mit dem Auto zum kostenlosen Parkplatz an der Gaisfeldloipe, dem offiziellen Einstieg in den beschilderten Aufstieg. Noch ahnten wir nicht, dass dieser Tag uns sowohl Schweißperlen als auch Gipfelgrinsen bescheren würde.
Der Beginn über das Gaisfeld war noch freundlich flach – ein sanftes Warm-up, bevor der Berg beschloss, uns ernsthaft zu prüfen. Es folgten steile Rampen vorbei an der Burgruine Bachsfall hinauf zur Bürglhöh. Kurz die Straße gekreuzt, dann weiter steil über die Almwiese, an Segmann vorbei zu den Mitterberghütten. Ab dort wurde es etwas entspannter, aber nur so weit, dass man nicht vergaß, dass man immer noch bergauf unterwegs war.

Beim Kalten Bründl zeigte sich der Winter dann von seiner sparsamen Seite: sehr wenig Schnee am Vorderkeil (1573 m). Trotzdem ging’s weiter bis zum Gipfel des Hochkeils (1782 m). Bis dahin war die Tour angenehm einsam – nur gelegentlich tauchten andere Skitourengeher auf, vermutlich genauso überrascht über die Steilheit wie wir.

Oben wurde es dann lebhafter: Tourengeher aus allen Richtungen, dazu die Bergstation des Rosswies-Schlepplifts etwas unterhalb. Aber der Blick! Der Hochkönig mit seinen 2941 m thronte majestätisch vor uns – ein Panorama, das man am liebsten einpacken und mit nach Hause nehmen würde.

Die Abfahrt führte über eine perfekt präparierte Naturschneepiste bis zum Arthurhaus. Dort gönnten wir uns eine Kaspressknödelsuppe auf der Terrasse – mit Blick auf den Hochkönig und dem Gefühl, uns die 1200 Höhenmeter redlich verdient zu haben. Das Arthurhaus ist übrigens auch der Ausgangspunkt für Hochkönig-Besteigungen, aber das heben wir uns für einen anderen Tag auf.

Ein kurzer Gegenanstieg brachte uns zurück zur Loipe am Mitterbergsattel. Dieser folgten wir flach dahin, bis wir den Bergknappensteig erreichten. Ab dort ging’s flott über harten Schnee den Forstweg hinunter zu den Mitterberghütten – und dann wieder hinein ins steile Gelände, das wir vom Aufstieg schon kannten. Überraschenderweise ließen sich die Hänge trotz Schneemangels erstaunlich gut fahren.

Unten angekommen, fuhren wir zurück ins Hotel, wo wir uns an der Bar ein wohlverdientes Belohnungsgetränk gönnten – schließlich muss man Erfolge feiern, solange die Beine noch stehen. Danach folgten 2–3 entspannte Saunagänge, bevor wir zum Italiener Alla Casa spazierten und uns eine herrliche Holzofenpizza schmecken ließen. Ein perfekter Abschluss für einen rundum gelungenen Skitourentag.

3. Tag: : Hinauf auf den Bischling: 840 Höhenmeter mit Hochkönig-Blick und Ski-Ausklang im

  Schützenhof

  Aufstieg über Werfenweng: Panorama-Einkehr auf der Bischlinghöhe und Pisten-Finale


Am Mittwoch, gönnten wir uns einen etwas späteren Start. Schließlich lagen vor uns „nur“ 840 Höhenmeter von Zaglau, der Talstation der Ikarus‑Bergbahn in Werfenweng, hinauf auf den Bischling mit seinen 1.835 m. Nach dem Frühstück rollten wir die zehn Kilometer mit dem Auto  hinauf, fellten an und investierten 14 € in die Tourengeherkarte – ein Preis, der später noch eine gewisse Rolle spielen sollte.

Der Aufstieg begann neben dem Übungsschlepplift, dessen Bergstation wir zügig erreichten. Ab dort wurde das Gelände freier, steiler und verlangte nach ein paar sauberen Spitzkehren. Nach einigen Kehren landeten wir auf einem Forstweg. Da der direkte Weiterweg noch steiler und stellenweise vereist war, entschieden wir uns für die vernünftige Variante und folgten dem Weg und den Schildern. Die Route führte uns in einer 180‑Grad‑Kehre durch den Wald und wieder zurück zur steilen Aufstiegsvariante – diesmal mit einem großartigen Blick auf Hochkönig und den Hochkeil vom Vortag.

Weiter ging’s auf dem Forstweg bis zur nächsten Serpentine. Dort wurde es bei wenig Schnee und etwas Eis wieder knackig steil, also erneut Spitzkehren. Danach flachte es kurz ab, bevor wir zur Skipiste querten, an deren Rand wir weiter aufsteigen mussten. Der Schnee dort war allerdings eher symbolisch vorhanden, teilweise vereist und so ungleichmäßig, dass selbst Spitzkehren keine Option mehr waren. Für 14 € hätte man den Pistenrand vielleicht ein bisschen tourengeherfreundlicher herrichten können – nur so als Idee.

Trotzdem standen wir bald am Gipfel und genossen die hervorragende Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Nach einer kurzen Pause stiegen wir zum Alpengasthof Bischlinghöhe ab, der direkt an der Bergstation liegt und sich als perfekte Einkehr mit Panorama erwies.

Danach fellten wir ab und fuhren die steile, aber gut präparierte Piste zurück zum Parkplatz. Ein rundum gelungener Tag.

Nach dem Verstauen der Ausrüstung fanden wir, dass ein wenig Après‑Ski die Sache schön abrunden würde. Also stiegen wir noch einmal hinauf ins Turmsalettl „Elky Treff“ und genehmigten uns das erste Belohnungsgetränk. Danach folgte der inzwischen vertraute Ablauf: Hotelbar, Sauna, Abendessen. Diesmal wieder im Schützenhof, wo wir einen sehr schönen letzten Abend mit gutem Essen verbrachten.

4. Tag: : Unmotiviertes Grau und der große Rückzug: Auf Wiedersehen, Bischofshofen!

    Regen, Nebel, Heimfahrt: Der Winter macht Feierabend


Am Donnerstag, zeigte sich das Wetter von seiner unmotivierten Seite: Regen, Nebel, alles grau. Wir frühstückten später und entschieden uns, direkt heimzufahren. Eine Langlaufrunde am Gaisfeld hätte bei dem Zustand der Loipe ohnehin keinen Spaß gemacht, und auch Plan B – die Gnadenalm – strichen wir. Bei dem Wetter wäre das reine Pflichterfüllung gewesen. Also fuhren wir gemütlich nach Hause und erklärten die Wintertage für beendet.

Fazit der vier Tage im Pongau

Trotz des wechselhaften Wetters und mancher „charaktervoller“ Schneelage war unsere Skiwoche ein rundum gelungener Mix aus sportlicher Herausforderung und echtem Genuss. Die schweißtreibenden Aufstiege zum Hochkeil und Bischling wurden mit traumhaften Ausblicken auf den Hochkönig, perfektem Après-Ski und hervorragendem Essen im Schützenhof belohnt. Als der Donnerstag schließlich im grauen Regen versank, haben wir die Bretter ohne falsches Pflichtbewusstsein eingepackt und sind tief zufrieden die Heimreise angetreten – die Beine haben gehalten, die Ausrüstung kam voll auf ihre Kosten und Bischofshofen war einfach spitze!


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Dankeschön!

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