Mountainbiken und Wandern beim Aufenthalt im Feuerwehrheim Bayerisch Gmain
mit Isabella + Werner Grill
vom 25.07.2024 - 01.08.2024
Vorab:
Im Herbst 2024 erhielt ich für meine 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Perasdorf eine Urkunde des Bayerischen Ministerpräsidenten – verbunden mit einem Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrheim. Der Entschluss stand sofort fest: Es wurde umgehend gebucht und der Termin für die Woche vom 25. Juli bis zum 1. August 2026 fixiert. Auch für Isabella gab es für diese Woche ein unschlagbar günstiges Angebot.
Zusammenfassung:
Acht Tage im Feuerwehrheim Bayerisch Gmain vergingen wie im Flug: Geprägt von abwechslungsreichen Bike-Touren und einer Wandertour, beeindruckenden Ausblicken auf Watzmann und Hochkalter sowie geselligen Abenden voller Geburtstage, Hochzeitstage und Biergartenstimmung. Neben der gelebten Gemeinschaft in der Tischrunde bildete die Vorfreude auf das heimische Wiedersehen mit Enkelkind Marie den perfekten Herzensabschluss dieser gelungenen Berchtesgadener Auszeit.
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1. Tag: Anreise und erste Eindrücke
Am ersten Tag reisten wir völlig tiefenentspannt an. Schon auf dem Parkplatz wartete die erste Überraschung: Wir liefen direkt einer Bekannten aus der Heimat über den Weg. Wie sich herausstellte, war es eine frühere Schulkameradin von Isabella. Die Welt ist eben doch ein Dorf – und die Feuerwehrwelt erst recht.
Da unser Zimmer bereits bezugsfertig war, konnten wir sofort einziehen. Unsere E-Bikes durften ebenfalls im Luxus schwelgen: Die hauseigene Radlgarage war schlichtweg ein Traum! Für jedes Rad gab es eine eigene Steckdose zum Aufladen und einen massiven Bügel zum Absperren. Man spürte direkt: Hier werden Drahtesel wertgeschätzt. Dass an diesem Tag noch 340 weitere Gäste anreisten, ging da fast im Hintergrundrauschen unter.
Nachdem das Gepäck im Zimmer verstaut war, machten wir uns an den Abstieg nach Bad Reichenhall. Der steile Waldweg hinab ins Stadtzentrum war eine prima Erinnerung daran, dass wir zwar Urlaub hatten, unsere Kniescheiben aber trotzdem arbeiten mussten. Zur Belohnung gab es im Bürgerbräu erst einmal das wohlverdiente erste Weißbier. Im Anschluss machten wir noch Jagd auf die Klassiker der Reise-Vergesslichkeit: Eine Wanderkappe für mich und ein Deo für Isabella – die essenziellen Überlebensutensilien für die nächsten Tage.
Zurück oben im Feuerwehrheim – der steile Weg verlangte uns in der Rückrichtung gleich noch mal einiges ab – trafen wir im großen Biergarten auf ein paar gut gelaunte Franken aus Forchheim. Bei einem Erfrischungsgetränk wurde nicht lange gefackelt und direkt fachgesimpelt und wir wurden richtig neugierig gemacht auf das Anna-Fest in Forchheim dass immer um den 26. Juli stattfindet. Nach einer kurzen Erkundungstour durch das Haus schlug auch schon die Stunde der Wahrheit: Das Abendessen stand an.
Spannend blieb die große Frage des Anreisetags: An welchen Tisch und zu welchen Tischnachbarn wird man uns wohl verfrachten?
Die Schicksalsgöttin der Sitzpläne meinte es jedoch hervorragend mit uns. Es ergab sich eine rundum sympathische 8-Personen-Runde: Bettina und Freddie aus Kasberg bei Wegscheid, Monika und Werner aus Pocking sowie Renate und Hans aus Eichberg bei Hengersberg. Das Buffet – um es schon mal vorwegzunehmen – war jeden Tag eine Wucht, abwechslungsreich und ein gefährlicher Feind für jede Urlaubsdiät.
Nachdem wir uns alle ordentlich durchs Essen gekämpft hatten, verlangte das überhitzte Bierstüberl nach einer Fluchtmaßnahme: Wir flüchteten geschlossen ins Freie und sicherten uns einen strategisch günstigen Platz im Biergarten. So klang der erste Tag in bester Gesellschaft und bei wunderbar entspannter Stimmung aus.


2. Tag: Rund um den Hochstaufen
„Alles klar, das Wetter sieht gar nicht so übel aus – Zeit für die erste Radtour unseres Aufenthalts!“ Nach diesem optimistischen Urteil beim Blick aus dem Fenster machten wir uns erst einmal über das Frühstücksbuffet her. Diesem fehlte es wirklich an rein gar nichts, was wunderbar war, schließlich mussten die Energiespeicher für das, was kommen sollte, ordentlich gefüllt werden. Gut gestärkt und voller Tatendrang schwingen wir uns auf die Bikes – bereit für die Berge!
Der Auftakt der Tour erfolgt in Bayerisch Gmain. Die Reifen rollen an der Lattenbergstraße an, wo uns die kühle Morgenluft des Berchtesgadener Landes augenblicklich wachküsst. Vor uns ragt die massive, bewaldete Flanke des Lattengebirges auf, während sich im Norden die schroffen Felsabfälle des Staufens abzeichnen – und uns schon mal stumm zunicken. Zu Beginn zeigt sich die Strecke von ihrer allerschönsten Seite: vollkommen harmlos. Auf sanft geschwungenen Wegen geht es leicht bergab in den Talboden auf rund 530 bis 465 Meter Höhe. Das leise Rauschen der Bäche im Saalachtal begleitet die ersten Kilometer, während die Kette schnurrend über die Ritzel gleitet und man sich kurz wie ein Profi fühlt.
Doch das flache Vergnügen ist natürlich nur das tückische Vorgeplänkel. Scharf wechselt der Charakter der Route: Der Anstieg in die Bergwelt des Staufenmassivs beginnt und stellt uns unverzüglich die Vertrauensfrage. Der Untergrund wird rauer, Forstwege schmiegen sich eng an die bewaldeten Steilhänge. Gang für Gang wird heruntergeschaltet, bis auch das größte Ritzel hinten keinen Ausweg mehr bietet, während das Terrain kontinuierlich anzieht. Der Fichten- und Mischwald spendet immerhin schattigen Schutz, gibt aber immer wieder Tiefblicke frei – hinab auf den Reichenhaller Talkessel und die gegenüberliegenden Gipfel der Chiemgauer Alpen (sofern man zwischen zwei Atemzügen noch den Blick dafür hat).
Mit jedem Kehrenmeter steigt die Höhe spürbar. Die Markierungen von 600 und 750 Metern bleiben schnell hinter unseren Reifen zurück. Die Luft wird klarer, harziger und merklich dünner. Entlang der schattigen Flanken schraubt sich der Weg unerbittlich weiter nach oben, vorbei an schroffen Kalkfelsformationen und durch tiefgrüne Bergwälder.
Als schließlich auf über 870 Metern Höhe der höchste Punkt des Abschnitts erreicht ist, entscheidet sich der Himmel für ein spontanes Programmheft-Update. Was sich eben noch als harmloser Wolkenteppich tarnte, entlädt sich in einem kräftigen Regenschauer. Von wegen „leichte Abkühlung“ – das Prasseln der Tropfen auf dem Blätterdach wird minütlich lauter, und die Kleidung verwandelt sich im Handumdrehen in ein feuchtes Biotop.
Die nasse Abfahrt fordert volle Konzentration (und ein Stoßgebet für die Bremsbeläge), bringt aber auch die ersehnte Rettung: Das traditionsreiche Forsthaus Adlgass. Die warme Gaststube dient als perfekte Notunterkunft, um die klammen Finger wieder aufzutauen, die geschrumpften Energiespeicher aufzufüllen und dem Wetter beim Auswischen zuzusehen.
Nachdem der Schauer nachgelassen hat und der Wald dampfend im ersten Sonnenlicht steht, kehrt auch der leichtsinnige Tatendrang zurück. Die feuchte Luft riecht intensiv nach Nadelholz, nassem Moos und frischer Tatkraft. Die Beine stellen die Verhandlungen ein und greifen wieder an. Es geht noch einmal ambitioniert bergauf – fast bis hinauf zur malerisch gelegenen Steiner Alm am Nordhang des Hochstaufen.
Zum krönenden Abschluss ging es dann noch einmal steil bergab bis nach Urwies – eine Abfahrt, bei der die Bremsen zeigen durften, was in ihnen steckt. Über Piding und Marzoll rollten wir schließlich entspannt zurück zum Feuerwehrheim.
Dort angekommen stand die wohlverdiente Belohnung auf dem Programm: Ein eisgekühltes Weißbier im hauseigenen Biergarten, das nach den Höhenmetern schlichtweg wie flüssiges Gold schmeckte. Zur anschließenden Muskel-Erholung ging es ab in den Hallenbad-Pool – absolut super, herrlich erfrischend und genau das Richtige für müde Bikerbeine.
Später am Abend gab es wieder gewohnt unterhaltsame Gespräche mit unserer grandiosen Tischrunde, bevor der Tag schließlich in gemütlicher Runde im Biergarten seinen perfekten Ausklang fand.
3. Tag: Salzburg im Regen – und wie man ihn vertreibt
Regen! Ein Blick aus dem Fenster reichte, um den Plan für den Tag spontan umzuwerfen. Aber kein Problem: Schlechtwetterprogramm war angesagt. Dank unserer Gastkarte war die Busverbindung nach Salzburg für uns kostenlos – also nichts wie rein in den Bus und auf in die weltberühmte Mozartstadt!
An der Haltestelle Mirabellgarten angekommen, tröpfelte es immer noch munter vor sich hin. Aber ein bisschen Feuchtigkeit von oben hält uns schließlich nicht auf.
Unser Weg führte uns als Erstes durch den Mirabellgarten. Die weltberühmte barocke Gartenanlage wirkt selbst bei grauem Himmel majestätisch. Geschichtlich hat die Anlage eine pikante Note: Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ Schloss und Garten ab 1606 für seine heimliche Geliebte Salome Alt erbauen (damals noch unter dem Namen „Schloss Altenau“). Nach seinem Sturz benannte es sein Nachfolger schnell in „Mirabell“ um, um die Spuren des fürstlichen Skandals zu verwischen. Heute hat man von hier aus einen fantastischen Blick hinauf zur Festung Hohensalzburg.
Nach diesem ersten Kulturhappen meldete sich der Koffeinbedarf: Ein kurzer Zwischenstopp im Backwerk versorgte uns mit heißem Kaffee. Zudem tätigten wir bei DM die taktisch klügste Investition des Tages: einen Regenschirm. Und wie es das Schicksal so will – kaum hatten wir das Geld an der Kasse gelassen, hörte es schlagartig für den Rest des Tages auf zu regnen. Der Regenschirm als ultimativer Abwehrzauber hat mal wieder perfekt funktioniert!
Trockenen Fußes überquerten wir die Salzach und tauchten mitten in das UNESCO-Weltkulturerbe der historischen Altstadt ein:
- Judengasse & Mozartplatz: Durch die engen Gassen, in denen seit dem Mittelalter Händler ihre Waren anboten, schlenderten wir hinüber zum weitläufigen Mozartplatz. Hier steht seit 1842 das bronzezeitliche Denkmal des berühmtesten Sohnes der Stadt. Interessanter Fun Fact: Zur Enthüllung des Denkmals reisten damals sogar Mozarts Söhne an.
- Residenzplatz & Salzburger Dom: Gleich nebenan öffnet sich der prunkvolle Residenzplatz mit seinem riesigen Barockbrunnen. Die alte Residenz war jahrhundertelang der prachtvolle Regierungssitz der Salzburger Fürsterzbischöfe, die durch den Salzhandel reich wurden. Von dort war es nur ein Katzensprung zum Salzburger Dom – einem monumentalen Meisterwerk des Frühbarock. Er war 1628 der erste große Barockbau nördlich der Alpen und bot Platz für mehr als 10.000 Gläubige.
- Franziskanergasse & Festspielviertel: Über die etwas ruhigere Franziskanergasse gelangten wir ins elegante Festspielviertel. Hier begegnen sich Tradition und Hochkultur: Wo früher die fürstlichen Hofstallungen standen, befinden sich heute das Große Festspielhaus und die Felsenreitschule, deren Arkaden im 17. Jahrhundert direkt aus dem rauen Fels des Mönchsbergs gehauen wurden.
- Bürgerspitalgasse & Getreidegasse: Durch die malerische Bürgerspitalgasse bogen wir schließlich in das schlagende Herz der Altstadt ein: die Getreidegasse. Hui, was für ein Touristentrubel! Die Gasse existierte schon zur Römerzeit als wichtige Durchgangsstraße. Heute schieben sich die Menschenmassen zwischen den traditionellen Zunftzeichen aus Schmiedeeisen, den engen Durchhäusern und Mozarts Geburtshaus hindurch – wunderschön, aber definitiv nichts für Platzangst.
- Vom Rathaus über das Platzl zum Kapuzinerberg: Am alten Rathaus aus dem 14. Jahrhundert bogen wir ab, überquerten erneut die Salzach und gelangten zum historischen Platzl auf der rechten Salzachseite. Hier wartete eine kleine sportliche Einlage: Über die steile Imbergstiege stiegen wir hinauf zum Kapuzinerkloster, das Fürsterzbischof Wolf Dietrich um 1600 auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wehranlage errichten ließ. Der Schweiß lohnte sich gewaltig – von oben bietet sich ein atemberaubender Postkartenblick über die Dächer der Altstadt und die gegenüberliegende Festung.
- Linzer Gasse & St. Sebastian: Wieder unten, schlenderten wir die belebte Linzer Gasse entlang, die bereits in der Antike als Fernstraße nach Linz und Wien diente. Wir machten einen Abstecher in den Friedhof St. Sebastian. Dieser im Stil eines italienischen Campo Santo angelegte Renaissance-Friedhof ist eine friedliche Oase mitten in der Stadt. Hier liegt nicht nur Mozarts Ehefrau Konstanze begraben, sondern auch der berühmt-berüchtigte Arzt und Alchemist Paracelsus. Über die Paris-Lodron-Straße schloss sich schließlich der Kreis an der Haltestelle Mirabellgarten.
Langsam stellte sich der große Hunger ein. Direkt in Salzburg stießen wir auf das Lazarte – ein peruanisches Lokal, das sich als absoluter Glücksgriff erwies. Uns erwartete nicht nur hervorragendes, fantastisches Essen, sondern auch ein ausnehmend netter Wirt, der uns bestens bewirtete.
Satt und voller neuer Eindrücke ging es mit dem Bus wieder zurück nach Bayerisch Gmain. Was passte jetzt besser als ein kühles Erfrischungsgetränk und ein Abstecher in den Hallenbad-Pool? Nach dem Entspannen im Wasser wartete auch schon das Abendessen, bevor wir den gelungenen Tag wieder zusammen mit unserer gemütlichen Runde im Biergarten ausklingen ließen.



4. Tag: : Der Alpgartensteig auf den Hochschlegel
Wer den Hochschlegel über den Alpgartensteig in Angriff nimmt, entscheidet sich für die wohl spektakulärste, aber auch forderndste Route im Lattengebirge. Eine Tour für Bikerbeine, die Abwechslung suchen – allerdings diesmal fest in den Wanderschuhen verankert.
Der Einstieg erfolgt im Bayerisch Gmainer Ortsteil Alpgarten. Zu Beginn zeigt sich der Weg noch von seiner sanften Seite: Entlang des plätschernden Alpgartenbachs geht es flach durch dichten, schattigen Bergmischwald nach oben. Doch die gemütliche Eingehphase ist – wie so oft in den Berchtesgadener Alpen – nur von kurzer Dauer. Scharf wechselt die Szenerie, sobald der Bachgrund hinter einem liegt: Die steilen Felswände des Lattengebirges rücken näher, die Vegetation wird karger und der Steig schraubt sich unverzüglich in knackigen Serpentinen nach oben.
Hier beginnt der eigentliche Charakter des Alpgartensteigs. Der Weg ist ein Meisterwerk alpiner Pfadschlagung, erfordert aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit:
- Treppen, Leitern und Holzstufen: Über etliche kühn angelegte Holz- und Eisenstege, steile Rampen und in den Fels gehauene Stufen gewinnt man rasch an Höhe. Jeder Schritt verlangt Konzentration, während die Waden zuverlässig Rückmeldung über die verrichtete Höhenmeter-Arbeit geben.
- Drahtseilsicherungen: An den ausgesetzteren Passagen bieten solide Stahlseile Halt, wo der Fels steil abfällt. Die Hände greifen kräftig zu, während der Blick nach unten zeigt, wie schnell der Talboden von Bayerisch Gmain auf Miniaturgröße schrumpft.
Nach dem intensiven Durchstieg der Steilstufe öffnet sich das Geländeprofil an der sogenannten Hochfläche des Lattengebirges. Der Steig mündet in sanfteres, von Latschen (Bergkiefern) durchsetztes Terrain.
Der schönste Moment der Tour: Willkommen, kleine Marie!
Kurz bevor wir den Gipfel des Hochschlegels erreichten, passierte es: Unser Telefon meldete sich mit den absolut großartigsten Neuigkeiten des gesamten Jahres. Die Nachricht traf ein, dass unser erstes Enkelkind Marie gesund und wohlauf das Licht der Welt erblickt hat!
Plötzlich war all die Schweißarbeit und die Anstrengung der vielen Stufen auf einen Schlag vergessen. Wir standen mitten in der Bergwelt und grinsten einfach nur noch über beide Ohren. Auf fast 1.700 Metern Höhe frisch gebackene Großeltern zu werden, ist wahrlich ein Gipfelglück der ganz besonderen Art!
Mit dieser immensen Fröhlichkeit und der riesigen Freude im Herzen schwebten wir die letzten Meter hinauf zum Höchsten Punkt des Hochschlegels (1.688 m). Von hier oben fühlte sich die Welt sowieso schon fantastisch an, aber mit dem Wissen um die kleine Marie im Gepäck war die Aussicht hinab auf Bad Reichenhall, den Staufen und die Chiemgauer Alpen noch einmal um ein Vielfaches schöner.
Von hier aus schlingert der Pfad hinüber zum Gipfelaufbau des Hochschlegels (1.688 m). Die Anstrengung der vielen Stufen ist schlagartig vergessen, wenn sich der Panorama-Blick öffnet:
- Im Norden blickt man direkt hinab auf Bad Reichenhall und den Staufen.
- Im Osten und Süden zeigen sich die mächtigen Nachbarn: das Watzmann-Massiv, der Hochkalter und die Reiter Alpe.
Der Aufstieg über den Alpgartensteig zum Hochschlegel ist eine alpine Tour im Bilderbuch-Format: Schweißtreibend, spektakulär konstruiert und mit einer Aussicht belohnt, die jeden einzelnen Stufenmeter wert ist.
Vom Hochschlegel ging es auf gut ausgetretenem Pfad steil hinunter in die Senke der Schlegelmulde und direkt weiter zur Hochschlegelhütte (Alm in der Schlegelmulde). Nach einer ausgiebigen Brotzeit und kühlen Getränken im Schatten eines großen Sonnenschirms nahmen wir den Gegenanstieg in Angriff: Auf zum Predigtstuhl (1.614 m)!
Dort oben absolvierten wir die klassische Gipfelrunde mit dem obligatorischen Erinnerungsfoto am kleinen Gipfelkreuz. Den besten Blick auf Reichenhall und Umgebung bietet aber das wenige Meter unterhalb gelegene große Kreuz,
Gleich nebenan thronen das denkmalgeschützte Berghotel und das Bergrestaurant – architektonische Perlen der Neuen Sachlichkeit aus den 1920er Jahren. Die Fassade strahlt immer noch den weltmännischen Charme der goldenen Zwanziger aus.
Historische Anekdoten: Von einer fahrenden Gams und sagenhaften Holz-Archen
Die zahme Gams vom Predigtstuhl: Wer heute auf dem Predigtstuhl steht, ahnt kaum, dass der Berg in den 1930er Jahren eine tierische Berühmtheit hatte. Eine zahme Gams namens „Hansl“ folgte ihrem Herrchen, dem Reichenhaller Georg Bickel, auf Tritt und Schritt wie ein treuer Hund. Das Erstaunliche: Die Gams stieg nicht nur brav auf die Gipfel, sondern fuhr mit größter Seelenruhe regelmäßig in der Gondel der Predigtstuhlbahn bergauf und bergab! Sie wurde zur Attraktion für die feine Kurgesellschaft und ging als „die bahnfahrende Gams“ in die alpine Geschichte ein.
Der Mythos der Arche Noah: Auch kurioser Sagenstoff rankt sich um das Massiv: Eine alte Reichenhaller Überlieferung erzählt augenzwinkernd, dass die biblische Arche Noah nach der Sintflut gar nicht am Berg Ararat im Nahen Osten gestrandet sei, sondern am Lattengebirge. Wegen der bizarren Felsformationen der „Wächter“ und der Hochfläche glaubten Anekdotenerzähler früher scherzhaft, das Gebirge sei das versteinerte Holz der gestrandeten Arche – ein Schmunzler, der über Generationen hinweg als lokaler Bergschmäh weitergegeben wurde.
Für den Abstieg sparten wir uns die Knie und wählten die stilvollste Variante: die historische Predigtstuhlbahn.
Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1928 schwebt die älteste im Original erhaltene Großkabinenseilbahn der Welt unermüdlich zu Tal. In den originalen, 12-eckigen Pavillon-Gondeln fährt man wie vor fast hundert Jahren völlig lautlos und nahezu vibrationsfrei an den gewaltigen Betonguss-Monumentalstützen vorbei hinab nach Bad Reichenhall. Ein technisches Kulturdenkmal erster Güte und der perfekte, entspannte Abschluss einer knackigen Bergwanderung!
Am Nachmittag folgte das bewährte und liebgewonnene Erholungsprotokoll: Zuerst das wohlverdiente Belohnungsgetränk für die Waden, anschließend eine herrliche Abkühlung im Pool und ein ausgiebiges Nickerchen im schattigen Garten.
Am Abend wartete im Restaurant wieder das gewohnt schmackhafte Buffet auf uns. Doch diesmal gab es einen ganz besonderen Tagesordnungspunkt: Direkt nach dem Essen verkündeten wir stolz unsere Großeltern-Botschaft in die Runde! Die Freude an unserem Tisch war so groß wie der Durst, und um den Anlass gebührend zu feiern, bestellten wir sogleich eine Runde Schnaps.
Kaum war das flüssige Gold vernichtet, kündigte sich jedoch die nächste Überraschung an: Ein Alleinunterhalter begann im warmen Bräustüberl seine Instrumente in Stellung zu bringen. Da wir den Abend lieber bei guten Gesprächen statt bei Dezibel-Rallyes verbringen wollten, ergriffen wir kurzerhand die Flucht nach draußen. Im kühleren Biergarten fanden wir ein ruhiges Plätzchen, wo dieser wunderschöne Tag im Kreis unserer neuen Bekannten ganz gemütlich ausklang.

5. Tag: : Eine Runde um das mythische Untersberg-Massiv
Um der angekündigten Nachmittagshitze zu entgehen, hieß es heute: Frühes Frühstück und ein zügiger Start! Gut gestärkt schwingen wir uns auf die Bikes, bereit für eine spektakuläre Grenzgänger-Runde einmal komplett um das mächtige Massiv des Untersbergs.
Wir starten im kühlen Morgenlicht am Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain und rollen entspannt hinüber ins österreichische Großgmain. Ab Hinterreit wird die Streckenführung richtig idyllisch: Die schmale Buchhöhstraße schlängelt sich vorbei an saftig grünen Bauerngärten und blühenden Wiesen. Vorbei am Weiler Buchegger und entlang der Latschenstraße geht es auf absolut verkehrsarmen Nebenwegen dahin.
Die Reifen schnurren leise auf dem glatten Asphalt, während zu unserer Rechten die grauen, senkrecht abfallenden Kalkfelswände des Untersbergs im warmen Frühlicht leuchten. Über die historische Römerstraße – wo schon vor zwei Jahrtausenden die Legionäre unterwegs waren – nehmen wir Kurs auf Fürstenbrunn und Glannegg. Wir cruisen durch die sanft geschwungene Salzburger Hügellandschaft mit ihren gepflegten Gutshöfen, passieren Grödig und den historischen Grenzübergang bei Passthurm, ehe wir dem idyllischen Flusslauf der Berchtesgadener Ache in Richtung Unterau folgen.
Bei der Almbachklamm legen wir einen ausgiebigen Zwischenstopp ein, tauschen den Fahrradsattel gegen die Wanderschuhe und tauchen in eine faszinierende Felswelt ein. Der Weg führt über kühn an die Steilwand geschraubte Holzsteige, schmale Brücken und durch kleine, schattige Tunnel. Auch wenn der Almbach an diesem Tag eher ruhig und mit überschaubarer Wassermenge durch die Klamm plätscherte – von Gischt oder tosenden Wassermassen keine Spur –, tat das der beeindruckenden Kulisse keinen Abbruch. Das glasklare, smaragdgrüne Wasser sammelte sich in tiefen Strudeltöpfen, und die kühle Schattenluft in der Schlucht war eine wohltuende Abwechslung zur Sommersonne.
Wir wandern entspannt hinauf bis zum Sulzbergfall, wo sich das Gebirgswasser seinen Weg über die moosbewachsenen Felsen in die Tiefe bahnt.
Zurück am Klammeingang wartet die Einkehr im schattigen Gasthaus bei der historischen Kugelmühle. Ein faszinierender Ort: Hier treibt das Wasser der Ache seit 1683 Deutschlands älteste noch betriebene Marmorkugelmühle an. Es ist faszinierend zuzusehen, wie aus rauen Untersberger Marmorblöcken durch die reine, unermüdliche Kraft des Wassers perfekt geschliffene, glänzende Murmeln entstehen – ein Stück gelebtes Handwerk in traumhafter Kulisse.
Frisch gestärkt geht es zurück auf die Räder. Wir folgen der Route über die Salzburger Straße, biegen auf die Locksteinstraße ab und arbeiten uns sportlich bergauf. Der Asphalt greift gut, während die Oberschenkel im Anstieg gefordert werden. Über die sanft geschwungene Gerner Straße biken wir weiter bis zum markanten Café Etzerfelsen, wo wir die Abzweigung in Richtung der Aschauer Weiher nehmen.
Hier ändert sich das Landschaftsbild erneut: Der Weg führt durch schattige, intensiv nach Nadelholz und Moos duftende Bergwälder. Immer wieder blitzt zwischen den Bäumen das smaragdgrüne Wasser des Naturbads Aschauer Weiher durch, eingerahmt von der mächtigen Kulisse der Berchtesgadener Prominenz aus Watzmann und Hochkalter, bevor wir flüssig hinab nach Bischofswiesen rollen.
Ab Bischofswiesen nutzen wir den hervorragend ausgebauten Radweg. Die Beine greifen noch einmal rhythmisch an, während die Strecke sanft durch das breite, sonnenverwöhnte Tal zurück über Großgmain führt. Pünktlich, bevor die Hitze des Nachmittags ihre volle Wirkung entfaltet, rollen wir überglücklich wieder am Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain ein.
Der verdiente Feierabend
Dort angekommen, greift unverzüglich das bewährte Erholungsprotokoll:
- Ein eiskaltes Belohnungs-Weißbier im Biergarten.
- Abkühlen und Beine lockern im fantastischen Hallenbad-Pool.
- Entspannte Rast im kühlen Schatten.
- Abends wieder das gewohnt schmackhafte Essen im Restaurant – gefolgt von einer weiteren Ehrenrunde Schnaps für und mit unserer grandiosen Tischrunde, halt mal so spendiert von Renate und Hans ,


5. Tag: : Dem Hochkalter entgegen: Ein Radtag voller Kontraste
Der nächste Tag beginnt wie gewohnt früh: Als Erste am Frühstückstisch sitzt die Vorfreude auf die anstehende Radrunde bereits im Gepäck. Ein Pflichttermin lässt sich jedoch nicht verschieben – das Geburtstagskind Freddi muss gebührend gefeiert werden, was bereits die nächste Schnapsrunde für den Abend ankündigt.
Schließlich rollen die Räder an. Die Route führt über Großgmain und den Radweg stetig hinauf nach Bischofswiesen, während sich die imposanten Silhouetten von Watzmann und Hochkalter eindrucksvoll am Horizont abzeichnen. Beim Campingplatz Winkl biegt die Strecke nach rechts ab und folgt über den Klaushäuslweg dem Frechenbach. Nun beginnt der eigentliche Anstieg zur Mordaualm. Die Höhenmeter summieren sich rasch: Von rund 770 m bei Bischofswiesen klettert der Weg schrittweise über die 900-m- und 1.000-m-Marke.
Bei etwa 1.000 m Höhe endet allerdings der gut fahrbare Schotterweg aprupt. In einer engen Kurve fahren wir fast einem talwärts gehenden Wanderer über die Zehen, bevor klar wird: Der folgende Steig ist auf dem Rad nicht mehr machbar. Es folgt eine echte Plackerei. Über steile Passagen, durchsetzt mit Holzplanken, Steinen und hohen Stufen, müssen die Räder gut 100 Höhenmeter bergauf geschoben und gehoben werden. Der Lohn der Mühe folgt sogleich: Der Steig mündet wieder in einen angenehmen Pfad, der ohne nennenswerte Steigung direkt zur Mordaualm führt.
Auf der Mordaualm empfängt eine friedliche Idylle die Ankommenden. Kühe weiden entspannt auf den Hochalmen, junge Katzen spielen vor der Hütte und die Einkehr lädt zum Durchatmen ein.
Die Mordaualm (auch als Mordu-Alm bekannt) liegt auf etwa 1.200 m ü. NHN malerisch auf einem Sattel zwischen dem Lattengebirge und den Schmuckenstein-Ausläufern. Sie bildet ein naturräumliches und historisches Kleinod oberhalb von Ramsau und Bischofswiesen:
- Historie & Tradition: Die Alm wurde erstmals bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vermutlich vom althochdeutschen Begriff Morth (für eine sumpfige, feuchte Wiese oder Moor) ab und hat – entgegen mancher Volkssagen – nichts mit einem Verbrechen zu tun. Die Alm ist in Privatbesitz und wird von mehreren örtlichen Bauernfamilien (Kaserer-Bauern) gemeinsam als Gemeinschaftsalm bewirtschaftet.
- Almwirtschaft & Vieh: Von etwa Ende Mai/Anfang Juni bis in den Oktober hinein treiben die Kaserer ihr Jungvieh sowie Kühe auf die saftigen Hochweiden. Neben den klassischen Kühen gehören zur idyllischen Kulisse auf den Almen oft auch Kleintiere wie Ziegen, Hütehunde oder Katzen, was der Alm ihre besondere, lebendige Atmosphäre verleiht.
- Einkehr & Brotzeit: In den Sommermonaten sind die Kaser-Hütten für Wanderer und Mountainbiker bewirtschaftet. Serviert werden traditionelle bayrische Brotzeiten mit regionalen Spezialitäten – oft direkt selbst hergestellter Käse, Butter, frische Milch sowie selbstgebackener Kuchen.
- Panorama & Kulisse: Durch die freie Sattellage bietet die Mordaualm einen spektakulären Rundumblick: Direkt gegenüber ragt die mächtige Nordwand des Hochkalters mit dem Reiteralpen-Massiv empor, während im Südosten die Gipfel des Watzmanns über die Almböden ragen.
Nach der Rast folgt eine steile Abfahrt hinab zur B 305, die gekreuzt wird, um zum ruhig gelegenen Taubensee zu gelangen. Dieses kleine, idyllisch in die Berglandschaft eingebettete Gewässer spiegelt die umliegenden Bewaldungen und Gipfel wider und bietet einen perfekten Ort für ein kurzes Innehalten.
Der Taubensee am Wachterl ist ein idyllisches, kleinodartiges Gewässer auf dem Gemeindegebiet von Ramsau bei Berchtesgaden, gelegen nahe der B 305 im Bereich der Schwarzbachwacht (ca. 820 m bis 860 m ü. NHN) Der Taubensee ist ein natürlicher Gebirgs- und Waldsee ohne großen oberirdischen Zufluss. Er speist sich vorwiegend durch Untergrund- und Niederschlagswasser, weshalb der Wasserstand je nach Jahreszeit und Schneeschmelze leicht schwanken kann. Trotz der Nähe zur Alpenstraße (B 305) strahlt der See durch die dichte Bewaldung eine wohltuende, unaufgeregte Ruhe aus.
Weiter verläuft die Fahrt zur Schwarzbachwacht und zum Wachterl. Von dort aus entschädigt eine traumhafte Abfahrt entlang des plätschernden Schwarzbachs hinab zur Saalach für alle vorherigen Strapazen. In Unterjettenberg erreicht die Route den Talboden, um von nun an dem Flusslauf der Saalach zu folgen. In Bad Reichenhall lädt der Rathausplatz zu einer erfrischenden Pause bei einem Eiskaffee ein, bevor die Fahrt in Richtung Weißbach und Marzoll fortgesetzt wird.
In Marzoll zieht das prächtige Schloss Marzoll die Blicke auf sich. Das Renaissance-Bauwerk mit seinen charakteristischen Zwiebeltürmen und der gepflegten Parkanlage versprüht historischen Charme und bildet einen gelungenen kulturellen Akzent inmitten der Naturkulisse.
Anschließend geht es über die kleine Straße Richtung Buchegger weiter, ehe der Weg in die Bruchhäuslstraße abzweigt. Diese geht bald in einen romantischen Waldweg über. Kurz nach der Waldandacht schließt sich der Kreis: Auf dem bereits bekannten Weg geht es schließlich entspannt hinab zurück zum Feuerwehrheim.
Der Nachmittag und Abend verlaufen in gewohnter, entspannter Manier, verlagern sich dieses Mal jedoch in den Biergarten. Dort löst Freddie sein Versprechen ein und gibt anlässlich seines Geburtstags die angekündigte Runde aus. Für die passende Untermalung sorgt ein Quetschenspieler, der mit seiner Musik schnell für eine mitreißende und rundum gelungene Stimmung unter den Gästen sorgt.


7. Tag: : Von den Högl-Trails zum Schwabenbräu
Der nächste Tag beginnt erneut früh – das gehört mittlerweile fast schon zum Standard, schließlich steht heute noch ein besonderer Anlass an: Monika und Werner feiern ihren 5. Hochzeitstag. Ein Glückwunsch zur passenden Zeit ist Ehrensache und sichert gleichzeitig die nächste gesellige Runde für den Abend.
Das Tagesziel ist der Högl und die Stroblalm, eine Gegend, die noch von einem früheren Aufenthalt anlässlich des 30. Hochzeitstags in Ainring bestens bekannt ist. Schon beim Anstieg von Piding hinauf zur Alm bieten sich fantastische Ausblicke. Das Panorama wird dabei eindrucksvoll vom Untersberg und dem markanten Massiv des Hochstaufens geprägt.
Oben angekommen bleibt die Einkehr an der Stroblalm allerdings aus – die Hütte hat leider noch geschlossen. Kurzerhand wird umgeplant: Die Route führt weiter bergauf bis zum Sendemast auf dem Högl-Rücken. Von dort geht es über einen steilen Waldtrail rasant hinab nach Ulrichshögl. Eine lohnende Streckenwahl, denn in Ulrichshögl wartet bekanntlich bereits ein gutes Wirtshaus zur wohlverdienten Rast. Haben wir gemeint. Leider geschlossen
Jetzt zeigt sich der Vorteil der E-Bikes: Der steile Trail wird einfach wieder hinauf zum Sender in Angriff genommen, um anschließend zur Neubichler Alm abzufahren. Im dritten Anlauf klappt es schließlich mit der Einkehr. Von der Terrasse bietet sich eine fantastische Aussicht hinüber zum Untersberg, während im Vordergrund das malerische Kirchlein von Johanneshögl liegt, das nach der Brotzeit über einen kleinen Steig angesteuert wird.
Die anschließende Abfahrt hinab nach Piding erweist sich als abwechslungsreich und fordert vollsten Einsatz: Zunächst geht es über Asphalt, bald folgten Schotter, Wurzeln und schließlich ein steiler, steiniger Abschnitt mit hohen Stufen. Hier ist der Weg nicht mehr fahrbar, sodass ein paar Meter Bergab-Schieben angesagt sind. Das anschließende Ausrollen nach Piding entschädigt jedoch, ehe die Fahrt über Marzoll und Hinterreith zurück zum Feuerwehrheim führt.
Am Nachmittag weicht der gewohnte Ablauf einer gemeinsamen Unternehmung: Zusammen mit der Tischrunde geht es zu Fuß hinab nach Bad Reichenhall in den Biergarten des Schwabenbräu.
Der Schwabenbräu ist eine traditionelle Brauereigaststätte und blickt auf eine lange Geschichte im Herzen der Kurstadt zurück. Ursprünglich im 19. Jahrhundert als bürgerliches Brauhaus etabliert, steht der Schwabenbräu bis heute für klassische altbayerische Wirtshauskultur und schattige Biergarten-Tradition unter altem Baumbestand.
Nach ein, zwei kühlen Halben geht es wieder bergauf zurück zur Unterkunft. Eine kurze Erfrischung beim Schwimmen rundet den Nachmittag ab, bevor das gemeinsame Abendessen ansteht – natürlich gekrönt von der versprochenen Schnapsrunde anlässlich des 5. Hochzeitstags von Monika und Werner. Bei vielen Geschichten im Biergarten klingt der Abend schließlich harmonisch aus.
8. Tag: Abschied & Heimwärts
Der Morgen verstreicht ohne Eile: Diesmal bleibt am Frühstückstisch reichlich Zeit, um entspannt in den Tag zu starten und die gemeinsame Woche in Ruhe ausklingen zu lassen. Für den Abreisetag stehen schließlich nur noch das Kofferpacken und die finale Montage der Fahrräder auf dem Heckträger der Anhängerkupplung auf dem Programm.
Beim Kaffee macht sich dennoch eine leise Melancholie breit. Jeder erzählt von seinen Plänen für den restlichen Tag: Während die anderen drei Paare noch Zeit im Berchtesgadener Land anhängen und spontane Ausflüge unternehmen möchten, zieht es uns beide direkt auf den Heimweg.
Zu Hause wartet schließlich bereits unsere kleine Marie – das erste Enkelkind, das wir nun so schnell wie möglich bei uns begrüßen möchten.
Nach einer herzlichen Verabschiedung von allen treten wir die Heimreise an. Die Fahrt verläuft rundum entspannt und ohne viel Verkehr, sodass wir zügig, sicher und voller Vorfreude wieder zu Hause ankommen.
Fazit:
Sieben abwechslungsreiche Tage im Feuerwehrheim Bayerisch Gmain gehen zu Ende – eine Woche voller sportlicher Herausforderungen, beeindruckender Naturerlebnisse und echter Gemeinschaft. Ob bei fordernden Anstiegen zur Mordaualm, knackigen Trails am Högl, entspannten Runden um den Untersberg oder Kulturstopps in Salzburg und Bad Reichenhall: Die Touren boten Tag für Tag neue Highlights in der Kulisse von Watzmann und Hochkalter.
Neben den vielen Kilometern und Höhenmetern auf dem Sattel prägte vor allem die Gemeinschaft diese Zeit. Die geselligen Abende im Biergarten, untermalt von Quetschenmusik, feierlichen Anlässen wie Geburtstagen (0. und höheren) und Hochzeitstagen sowie der einen oder anderen hierfür spendierten Schnapsrunde, machten die Tage in der Tischrunde unvergesslich. Das Feuerwehrheim erwies sich dabei als perfekter Ausgangspunkt und Ort der Erholung.
Mit wunderbaren Erinnerungen im Gepäck, neuen netten Bekanntschaften und ganz besonders der großen Vorfreude auf die Begrüßung unserer kleinen Marie daheim, schließt sich das Kapitel dieser rundum gelungenen Auszeit im Berchtesgadener Land – der schönste Abschluss, den man sich für eine solche Woche nur wünschen kann.
Anregungen, Lob und/oder Kritik oder einfach ein "Gefällt mir" bitte ins Gästebuch eintragen.
Dankeschön!
Wer mehr Details von dieser Reise wissen will, kann mir gerne mit dem
Betreff: "Feuerwehrheim" an meine e-mail Adresse schreiben: wgrill@web.de.

